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Frühsommerliches Jubiläumsfest im Salus-Altenpflegeheim Uchtspringe: Freude mit Musik, Alpakas & Kulinarischem

„Herzlich willkommen!“ Einrichtungsleiterin Jeanette Isenthal und Ergotherapeut Christopher Rämke begrüßten die Sommerfest-Besucher*innen, darunter auch zahlreiche Gäste.
Hauswirtschafterin Karola Kujawski (l.) überzeugte mit ihren Backkünsten. Besonders begehrt war der frische Erdbeer-Kuchen, von dem auch die stellvertretende Wohngruppenleiterin Marion Ducksch gern kostete.
Ursus und John vom Alpaka-Hof „Frohnanza“ kamen mit ihren Besitzern Karolin Henning und Christian Meinecke nach Uchtspringe.
Auf „Tuchfühlung“ zu den freundlich-zutraulichen Tieren gingen auch die Pflegedienst-Mitarbeiterinnen Marion Ducksch (r.) und Peggy Bertram-Jacob.
Glückwünsche zum Jubiläum an Einrichtungsleiterin Jeanette Isenthal überbrachte u.a. auch Rechtsanwalt Steffen Kapischka, der dem Altenpflegeheim durch seine Tätigkeit als gesetzlicher Betreuer verbunden ist.
Mit einem frühsommerlichen Jubiläumsfest wurde im Salus-Altenpflegeheim Uchtspringe am 14. Juni 2023 das 20jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert.

Hansestadt Stendal/OT Uchtspringe. Mit einem frühsommerlichen Jubiläumsfest wurde im Salus-Altenpflegeheim Uchtspringe am 14. Juni 2023 das 20jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert. Das Haus in der Humboldtstraße war seinerzeit mit einem Investitionsvolumen von 3,8 Millionen Euro neu erbaut worden, um ein modernes Umfeld zur Pflege von alten Menschen mit seelischen, geistigen und mehrfachen Behinderungen zu schaffen. Aufgrund dieser Spezialisierung werden seit nunmehr zwei Jahrzehnten auch überregionale Versorgungsaufgaben wahrgenom-men. Die Einrichtung führt das zertifizierte internationale Signum  „Psychobiografische Pflegequalität“. Damit setzen die Mitarbeitenden ein  Konzept um, das unter dem Leitmotiv „Vor den Beinen muss die Seele bewegt werden“ besonders intensiv auf die Lebenserfahrungen, Gewohnheiten und emotionalen Bedürfnisse des alt gewordenen Menschen eingeht. 
„Wichtiger noch als das Jubiläum ist, dass wir endlich mal wieder alle zusammen sein können“, freute sich Pflegedienst- und Einrichtungsleiterin Jeanette Isenthal bei ihrer Begrüßung über zahlreiche Sommerfest-Gäste, darunter Angehörige und Betreuer der Bewohner*innen, Leitungskräfte aus dem benachbarten Salus-Fachklinikum, Musiker sowie - last but not least – die Alpakas Ursus und John mit ihrer Begleitung. Nachdem Geselligkeit und ein  unbeschwertes Miteinander aufgrund der Corona-Pandemie fast drei Jahre lang eingeschränkt bzw. zeitweise unmöglich waren, bot das Fest in Uchtspringe eine ausgezeichnete  Quelle zum „Auftanken“ von Freude: „Die können unsere Bewohner und wir alle gut gebrauchen“, verwies Jeanette Isenthal auch auf die enormen Anstrengungen ihres Teams, schwierige Zeiten gemeinsam zu meistern, um die Bewohner*innen mit einer individuell-respektvollen und fachlich kompetenten  Pflege bei der Gestaltung ihres Lebensabends zu begleiten.  „Die Herausforderungen sind im Verlauf der zurückliegenden zwei Jahrzehnte gewachsen“, resümiert die erfahrene Pflegeextertin, die das Altenpflegeheim Uchtspringe seit 2008 leitet: „Der Anteil schwer und schwerst beeinträchtigter Menschen ist größer geworden. Zugleich ist es viel schwieriger geworden, qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal zu finden“, zeigt Frau Isenthal zwei Faktoren auf, die den Pflegealltag beeinflussen. 
Zurück zum Uchtspringer Jubiläumsfest: Hier lud Musiker Martin Rühmann zunächst zum Mitsingen von Volksliedern wie „Hab´ mein Wage vollgelade“ oder „Kuckuck & Esel“ ein, um dann noch den „Leuchtturmwärter“ aus seinem eigenen Repertoire und mit Ergotherapeut Christopher Rämke „Die Gedanken sind frei“ anzustimmen. Das reichhaltige Kuchenbüfett, geprägt durch die Back-künste von Hauswirtschafterin Karola Kujawski, lud zum Schlemmen ein. Für beschwingte Stimmung sorgte der Keyborder und DJ Lutz Rabuske sorgte mit Schlagern, Oldies und Evergreens. Und als sich auch noch Ursus und John vom Alpaka-Hof „Frohnanza“ in der Festgesellschaft tummelten, war der Nachmittag perfekt, abschließend gekrönt durch Leckeres vom Grill.  Kompliment und Dankeschön an das Organisationsteam unter Regie von Ergotherapeut Christopher Rämke! 

Kurz informiert
Das vor 20 Jahren eröffnete Salus-Altenpflegeheim Uchtspringe verfügt über 50 Plätze für alte pflegebedürftige Menschen, die von seelischen, geistigen und mehrfachen Behinderungen betroffen sind bzw. unter demenziellen oder anderen altersspezifischen psychischen Störungen leiden. Die Einrichtung nimmt auf diesem Gebiet überregionale Versorgungsaufgaben für das Land Sachsen-Anhalt wahr. Auf den zwei Etagen des Hauses gibt es u.a. moderne Wohn-, Gemeinschafts- und Funktionsräume für eine aktivierende Pflege und differenzierte Be-treuung. Im Innenhof ist ein reizvoller „Garten der Sinne“ herangewachsen, wo die Bewohner nach eigenen Vorstellungen gärtnern können.

Seit 2008 ist das Altenpflegeheim Uchtspringe  nach dem psychobiografischen Pflegemodell des österreichischen Pflegeforschers Prof. Erwin Böhm zertifiziert. Er prägte ein psychobiografisch orientiertes Verständnis im Umgang mit desorientierten Menschen, schrieb darüber auch in seinen Büchern wie »Verwirrt nicht die Verwirrten« oder »Ist heute Montag oder Dezember?«.  
Das Konzept des international anerkannten Experten ist auf die Belebung der Altersseele als vorrangiges Pflegeziel gerichtet ist („Vor den Beinen muss die Seele bewegt werden“).  Grundgedanke: Alles, was einen Menschen in den ersten 25 bis 30 Jahren seines Lebens geprägt hat, gewinnt mit zunehmendem Alter wieder an Bedeutung, so zum Beispiel Rituale, Speisen, Beschäftigungen, Pflanzen, Gegenstände oder besondere Erlebnisse. Über die gefühlsbiografische Arbeit lässt sich herausfinden, was den alten Menschen in seinem Leben bewegt hat und was ihm wichtig war. Indem die Pflegenden einfühlsam darauf eingehen, können sie insbesondere verwirrte Menschen auf ihrer Herzensebene  erreichen und belebende Impulse setzeb. So  spielen zum Beispiel die biografiebezogene Milieugestaltung mit alten Fotos, Gegenständen, Lieblingsspeisen- und -beschäftigungen im Heimalltag eine große Rolle. Nicht die Defizite der Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Vordergrund, sondern alle Ressourcen, auf die sie noch zurückgreifen und mit Unterstützung reaktivieren können. Damit können auch auffällige Alterserscheinungen, wie sie zum Beispiel mit demenziellen Erkrankungen einhergehen, positiv beeinflusst werden.