Volker Schippan - stellvertretender Fachbereichsleiter Gebäudebetriebsmanagement

März 2026. Mit Volker Schippan haben wir vor seinem Eintritt in den Ruhestand auf die zurückliegenden 25 Jahre bei der Salus geblickt. Der Diplom-Ingenieur ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gebäudebetriebsmanagement und Regionalleiter Magdeburg, Bernburg, Pretzsch.

Nehmen Sie uns gern einmal in Ihre berufliche Entwicklung bei der Salus mit. Wie ist Ihr Werdegang?

2001 wurde ich im August als Technischer Leiter im Fachklinikum Bernburg eingestellt. Acht Jahre später übernahm ich die Leitung des Gebäudebetriebes bei der Salus-Service und 2017 wechselte ich dann zu den Zentralen Diensten nach Magdeburg. Seit November 2022 bin ich der stellvertretende Leiter des Gebäudebetriebsmanagement sowie Regionalleiter der Bereiche Bernburg, Magdeburg, Pretzsch und in der Salus Altmark Holding.

Gab es besondere Projekte, Meilensteine oder Momente, auf die Sie heute besonders stolz sind oder die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Ja, da gab es z.B. große Baumaßnahmen, wie die Sanierung des Hauses Reil, des Hauses Foerster, der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJPPP) zu Beginn und am Ende meiner Tätigkeit, die Errichtung des Hochsicherheitszaunes sowie der Neubau der Pforte des Maßregelvollzuges am Standort Bernburg.

Es gab kleinere Projekte im Rahmen der Instandhaltung in Uchtspringe, wie die z.B. die Sanierung der Schwimmbäder Haus 6 und im Maßregelvollzug. 

Gern erinnere ich mich an viele standortübergreifende spannende Projekte - u.a. die Einführung elektronischer Schließanlagen, den Abschluss von Rahmenverträgen für die Beschaffungen von diversen technische Anlagen und technischen Dienstleistungen, oder die Einführung des CAFM (Computer Aided Facility Management), eine Softwarelösung zur digitalen Verwaltung und Optimierung von Immobilien, technischen Anlagen und Infrastruktur, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und Gebäude nachhaltig zu bewirtschaften. 

Ein Meilenstein war für mich 2009 die Erweiterung der Salus-Plan (bis dahin bestehend aus zwei Mitarbeitern), die mit dem Aufbau und der Neustrukturierung der beiden Bereiche Bau und Gebäudebetriebsmanagement verbunden waren. 

Ab diesem Zeitpunkt übernahm ich, damals schon mit Stephan Werner, aus Magdeburg die fachliche Leitung der Technikbereiche der Hauptstandorte Bernburg und Uchtspringe und der kleineren Salus-Einrichtungen. 

Beschreiben Sie sich gern einmal in fünf Worten. 

pflichtbewusst, selbständig, zuverlässig, sachlich, ruhig. - Unser Leiter Jens Reimann verglich mich einmal mit einem Schweizer Uhrwerk.

Was war Ihnen in Ihrer Rolle als stellvertretender Leiter besonders wichtig im Umgang mit anderen?

Gegenseitiger Respekt und eine gute Teamarbeit – ist heute noch wichtiger und notwendiger als früher, weil die Aufgaben komplexer und die Anzahl der Beteiligten an den Projekten größer geworden sind. Ich bin kein Freund einer „Duz Kultur“ im beruflichen Alltag. Aus meiner Sicht kann hier Respekt verloren gehen.

Was hat sich in den vergangenen 25 Jahren am meisten verändert – technisch, organisatorisch und im Team?

Im Laufe der Jahre sind durch zahlreiche Neubauten und der Zusammenführung von Salus und Altmark-Klinikum und aktuell Seehausen, die Gebäudeanzahlen und Flächen, die durch uns zu bewirtschaften sind, gewachsen. 

Die Aufgaben sind komplexer geworden, viele Prozesse wurden standardisiert und Strukturen mussten in den Einrichtungen geändert werden. 

Das Team ist gewachsen, die Teamarbeit ist wichtiger und umfangreicher geworden, Entscheidungen werden meist im Team getroffen. Viele Besprechungen erfolgen heute als Videokonferenz.

Mit der SAH wurde der Bereich BIT (Bau-IT und Technik) gebildet. Es gibt kaum noch technische Anlagen, die nicht mit dem IT-Netzwerk verbunden sind und darüber gemanagt werden. 

Wenn Sie auf die Zukunft des Gebäudebetriebsmanagements blicken – was wird noch wichtiger werden?

Instandhaltung allgemein - viele technische Anlagen wurden in den 90-er Jahren in Betrieb genommen. Diese müssen nach ca. 30 Jahren aufgrund technischem und moralischem Verschleiß nach dem Stand der Technik erneuert werden. Beim Großteil der Medizin-, MSR-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik ist Migration schon weitaus vorher notwendig. Dem entgegen stehen Herausforderungen bei den Finanzierungen. Die Verbindung zwischen Technik und IT sowie die Bedeutung von Energie und Nachhaltigkeit wird weiter zunehmen. 

Worauf freuen Sie sich am meisten im Ruhestand?

Auf mehr Freizeit, Sport und gemeinsame Aktivitäten mit meiner Frau. Meine Arbeitstage waren immer sehr lang. Die Abende kurz und damit wenig Zeit für Freizeitaktivitäten.

Werden Sie Aspekte Ihres Berufs vermissen – und wenn ja, welche?

Ja, natürlich. Ich habe meine Arbeit gern gemacht. Fehlen werden mir Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich sehr viele Jahre sehr gut und konstruktiv zusammengearbeitet habe.

Mit welchem Gefühl blicken Sie auf Ihre Zeit im Unternehmen zurück?

Mit einem gutem Gefühl – Wir haben gemeinsam viel erreicht. 

Was wünschen Sie Ihrem Team und dem Unternehmen für die Zukunft?

Dem Team und den Kollegen/innen alles Gute, beruflich Erfolg und privat, vor allem Gesundheit. Dem Unternehmen Erfolg bei der Lösung aller zukünftigen Aufgaben. Wir leben in einer Zeit des Wandels und großer Herausforderungen, im Kleinen wie im Großen.

 

Abschließend möchte ich mich bei allen Mitarbeitenden, mit denen ich im Laufe der 25 Jahre zusammengearbeitet habe, herzlich bedanken. Danke für die Unterstützung, Wertschätzung und das Vertrauen. 

Jetzt ist Zeit, die Aufgaben in jüngere Hände zu legen. Alles hat seine Zeit.