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Trägerwechsel: Salus Altmark Holding übernimmt Krankenhaus in Seehausen I Stärkung des regionalen Gesundheitsnetzwerkes

Arbeiten bei der Vorbereitung des Trägerwechsels eng zusammen: Dirk Herrmann, Geschäftsführer des Agaplesion Diakoniekrankenhauses Seehausen (l), und Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus-Altmark Holding.

Frankfurt am Main/Seehausen/Magdeburg. Die Salus Altmark Holding gGmbH (SAH) baut ihr medizinisches Versorgungsnetzwerk in der Altmark weiter aus. Beginnend voraussichtlich Anfang März 2024, wird das Agaplesion Diakoniekrankenhaus Seehausen in den regional bereits etablierten SAH-Gesundheits- und Sozialverbund integriert. Dem Trägerwechsel vorausgegangen sind Verhandlungen mit der AGAPLESION gAG, Mehrheitsgesellschafter des Krankenhauses, sowie der Bethanien Diakonissen-Stiftung als Mitgesellschafter, die für ihren Standort in Seehausen einen neuen Betreiber gesucht hatten. Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 114 Betten wird nunmehr neben der Salus gGmbH und der Altmark-Klinikum gGmbH als dritte Tochtergesellschaft in die Salus Altmark Holding eingegliedert. Bevor der konkrete Termin zur Übernahme der operativen Verantwortung verbindlich festgelegt werden kann, sind noch einige juristische Aspekte zu klären. Die Wirtschaftsführung soll laut bereits unterzeichnetem Vertragswerk rückwirkend zum 1. Januar 2024 vollzogen werden.
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne bezeichnet die Integration des Krankenhauses in den Salus-Verbund als gute Nachricht für die Region: „Es handelt sich um einen versorgungsrelevanten Standort, der die heutigen Anforderungen an ein Gesundheitszentrum im ländlichen Raum bereits erfüllt. Darum soll das Leistungsspektrum dort auch erhalten bleiben und weiterentwickelt werden. Mit dem Krankenhaus Seehausen, das sich gut in den Salus-Verbund einfügt, wird es weiterhin eine gute, wohnortnahe medizinische Versorgung im Norden Sachsen-Anhalts geben.“
SAH-Geschäftsführer Jürgen Richter erklärt die Motivation, sich am strukturierten Verkaufsverfahren für das Diakoniekrankenhaus Seehausen zu beteiligen, mit dem Selbstverständnis und der Verantwortung als öffentlicher Träger der Gesundheit- und Sozialwirtschaft: „Wir verstehen uns als Gestalter einer nachhaltigen Zukunft für die somatische und psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung in unseren Standort-Regionen – auch und gerade dort, wo uns besondere Herausforderungen erwarten“, nimmt er u.a. Bezug auf die ländlich geprägte Altmark mit ihrer infrastrukturellen und demografischen Spezifik. „Der Schulterschluss mit dem Krankenhaus Seehausen stärkt unser medizinisches Versorgungsangebot für die Bevölkerung im Norden Sachsen-Anhalts und die Möglichkeiten zur regionalen Zusammenarbeit. Das Miteinander ist für unseren Verbund zugleich ein wertvoller Zugewinn an Erfahrung und Kompetenz. Die zukunftsfähige Entwicklung werden wir mit der hoch engagierten, ihrem Hause und den Patienten eng verbundenen Belegschaft gemeinsam gestalten. Begleiten wird uns dabei der Respekt vor gewachsenen Traditionen, Werten und Erfahrungen“, so Jürgen Richter, der den 211 Mitarbeitenden im Hinblick auf den Trägerwechsel eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie Kontinuität bei den Rahmenbedingungen zusichert. „Dazu gehören natürlich auch die arbeitsvertraglichen Vereinbarungen“, verweist er darauf, das die SAH alle Verträge, Rechte und Pflichten übernimmt.
Es ist geplant, das Krankenhaus Seehausen mit dem bisherigen Leistungsspektrum weiterzuführen und weitere Angebotsverbesserungen voranzubringen. Dies umfasst die chirurgische, internistische und intensivmedizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten sowie die  dafür notwendigen Funktionsbereiche. Außerdem wird eine Notfallambulanz für den nördlichen Bereich des Landkreises Stendal vorgehalten. 
Schon bislang ist die Salus Altmark Holding mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in Uchtspringe, Gardelegen, Stendal, Salzwedel und Gardelegen präsent. Im Diakoniekrankenhaus Seehausen betreibt Salus seit 14 Jahren erfolgreich eine Tagesklinik der Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie mit Institutsambulanz. „Unser gemeinsames Trägermodell bietet Chancen, den künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen auch vor dem Hintergrund knapper personeller und finanzieller Ressourcen gerecht zu werden“, zeigt sich SAH-Geschäftsführer Jürgen Richter zuversichtlich. „Wir schärfen unser Profil als innovativ vernetzter Verbund, der auf den Versorgungsbedarf und die Bedürfnisse der Menschen in seinen Standort-Regionen spezialisiert ist.“

Kurz informiert
Die Salus Altmark Holding (SAH) ist eine gemeinnützige Trägergesellschaft, die am 1. Januar 2018 an den Start gegangen ist.  Unter ihrem Dach sind die Salus gGmbH und die Altmark-Klinikum gGmbH vereint. Das Land hält 81,8 Prozent der Gesellschafteranteile, der Altmarkkreis Salzwedel 18,2 Prozent. Der Zusammenschluss hat ein multiprofessionell aufgestelltes Unternehmen der öffentlichen Gesundheits– und Sozialwirtschaft mit aktuell rund 3.940 Beschäftigten (Stand 31.12.2023)  hervorgebracht, von denen mehr als 2.000 in der Altmark arbeiten. An 15 Standorten in Sachsen-Anhalt wird mit medizinisch-therapeutischen, pflegerischen, pädagogischen, arbeitsfördernd-inklusiven und weiteren Angeboten ein vielfältiges Leistungsspektrum abgesichert.  In den Krankenhäusern, Tageskliniken, Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, der Altenpflege, Jugendhilfe und des Maßregelvollzugs stehen über 2.025 Betten bzw. Plätze zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Spektrum durch ambulante fachärztliche und soziale Angebote sowie Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung im Handwerks- und Dienstleistungsbereich.