Krankenhaus Seehausen

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Integration des Krankenhauses Seehausen in die Salus Altmark Holding: Gesundheitsministerin sieht zukunftsfähige regionale Versorgung gesichert

Kleines Gipfeltreffen zum Trägerwechsel: Verantwortungsträger aus Landes- und Kommunalpolitik trafen mit der SAH-Geschäftsführung, der Krankenhausleitung und weiteren Mitarbeitenden des Hauses zusammen, um die Veränderungen zu reflektieren und sich über Perspektiven der Gesundheitsversorgung im Norden Sachsen-Anhalts auszutauschen.
Ministerin Petra Grimm-Benne, Landrat Patrick Puhlmann, SAH-Geschäftsführer Jürgen Richter, der Ärztliche Direktor Dr. Dr. Daniel Kügler, und Staatssekretär Wolfgang Beck (v.r.n.l.) im Gespräch.
Wenn es um die Vernetzung von ambulanten und stationären Leistungen geht, ist das Krankenhaus Seehausen bereits sehr modern und zukunftsweisend aufgestellt. Wie das im klinischen Alltag umgesetzt wird, zeigten Pflegedienstleiterin Nicole Hinkelmann und der Ärztliche Direktor Dr. Dr. Daniel Kügler (vorn im Bild mit Ministerin Grimm-Benne) den Gästen bei einem Rundgang durch das Haus.
Seehausen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne und Staatssekretär Wolfgang Beck kamen am Donnerstag (11. April 2024) zu einem Arbeitsbesuch ins Krankenhaus Seehausen. Im Blickfeld standen u.a. Besonderheiten und Perspektiven der Gesundheitsversorgung in der nördlichen Altmark im Zusammenhang mit dem gerade vollzogenen Trägerwechsel des Krankenhauses Seehausen zur Salus Altmark Holding (SAH). Die Gespräche wurden begleitet von der Geschäftsführung, vom Direktorium des Krankenhauses und weiteren Mitarbeiter*innen. Ebenso brachten sich der Stendaler Landrat Patrick Puhlmann sowie der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann und der Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth in den Austausch ein.

Ministerin Petra Grimm-Benne bezeichnete die Integration des Krankenhauses Seehausen in die Salus Altmark Holding (SAH) als einen wichtigen Schritt für die medizinische Grund- und Regelversorgung in Sachsen-Anhalt. „Das Krankenhaus ist und bleibt ein wichtiges Gesundheitszentrum im ländlichen Raum. Bürgerinnen und Bürger können sich daher auch weiterhin auf eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung verlassen. Das Leistungsspektrum bleibt erhalten und wird weiterentwickelt“, sagte Grimm-Benne bei ihrem Vor-Ort-Besuch anlässlich des Trägerwechsels.
Staatssekretär Wolfgang Beck, SAH-Aufsichtsratsvorsitzender: „Durch den Zusammenschluss übernimmt die Salus Altmark Holding gGmbH an einem weiteren Standort in der Altmark Verantwortung – und damit in einer zusammenhängenden Versorgungsregion im Norden Sachsen-Anhalts. Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten werden von der regionalen Zusammenarbeit profitieren, auch aus wirtschaftlicher Sicht hebt das Krankenhaus Synergieffekte.“
SAH-Geschäftsführer Jürgen Richter erklärte die Motivation, sich am strukturierten Verkaufsverfahren für das Agaplesion Diakoniekrankenhaus Seehausen zu beteiligen, mit dem Selbstverständnis und der Verantwortung als öffentlicher Träger der Gesundheit- und Sozialwirtschaft: „Wir verstehen uns als Gestalter einer nachhaltigen Zukunft für die somatische und psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung in unseren Standort-Regionen – auch und gerade dort, wo uns vor allem infrastrukturelle und demographische Herausforderungen erwarten.“ Die SAH ist in der Altmark bereits mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen an den Standorten  Uchtspringe, Gardelegen, Salzwedel, Stendal und Klötze präsent. 
Jürgen Richter zeigte sich beeindruckt von der Kompetenz, Empathie, Professionalität und Sorgfalt, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus Seehausen agieren und ihre jeweiligen Aufgaben umsetzen: „Respekt, Anerkennung und Dank an Alle, die dieses traditionsreiche Krankenhaus fachlich-inhaltlich so modern entwickelt haben sowie durch ein wohltuendes Klima der Menschlichkeit und gegenseitigen Wertschätzung prägen. All das kommt der Erfüllung unseres Versorgungsauftrages und damit dem Patientenwohl zugute. Und es trägt gewiss dazu bei, dass sich künftig noch mehr Menschen für das Krankenhaus Seehausen entscheiden, weil sie sicher sein können: Hier bin ich in besten Händen,“ würdigte Jürgen Richter auch die Arbeit des vorherigen Trägers Agaplesion, der der das Haus mit Sorgfalt, Liebe und Engagement geführt habe.

Dem Trägerwechsel vorausgegangen sind Verhandlungen mit der AGAPLESION gAG, Mehr-heitsgesellschafter des Krankenhauses, sowie der Bethanien Diakonissen-Stiftung als Mitge-sellschafter, die für ihren Standort in Seehausen einen neuen Betreiber gesucht hatten. Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 114 Betten wird nunmehr neben der Salus gGmbH und der Altmark-Klinikum gGmbH als dritte Tochtergesellschaft in die Salus Altmark Holding eingegliedert. Die Wirtschaftsführung wird laut unterzeichnetem Vertragswerk rückwirkend zum 1. Januar 2024 vollzogen. Es ist geplant, das Krankenhaus Seehausen mit dem bisherigen Leistungsspektrum weiterzuführen und weitere Angebotsverbesserungen voranzubringen. Dies umfasst die chirurgische, internistische und intensivmedizinische Be-treuung von Patientinnen und Patienten sowie die dafür notwendigen Funktionsbereiche. Außerdem wird eine Notfallambulanz für den nördlichen Bereich des Landkreises Stendal vorgehalten